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Pferd · 7 Min. Lesezeit

Mineralfutter  für  Pferde

Was Ihr Pferd wirklich braucht

Pferde brauchen Mineralfutter, weil Heu und Weide allein den Bedarf an Spurenelementen wie Selen, Zink, Kupfer und Mangan in der Regel nicht decken. Europäische Böden sind in diesen Elementen oft arm — und was nicht im Boden ist, kommt auch nicht ins Gras. Das Ergebnis sind stumpfes Fell, brüchige Hufe und nachlassende Vitalität.

Warum Mineralfutter für Pferde wichtig ist

Ein Pferd, das täglich 8–12 kg Heu frisst, bekommt davon grundsätzlich viele Kalorien, Rohfaser und Protein. Was Heu jedoch nicht zuverlässig liefert: ein ausgewogenes Mineralstoffprofil. Die Mineralstoffgehalte von Heu variieren erheblich — je nach Region, Boden, Vegetationszeit und Aufbereitung.

Intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen haben in Deutschland einen messbaren Selenmangel. Auch Zink und Kupfer sind vielerorts unterdurchschnittlich. Diese Spurenelemente sind aber unverzichtbar: für das Immunsystem, die Wundheilung, die Hufqualität, die Fortpflanzung und das Nervensystem.

Ein hochwertiges Mineralfutter füllt diese Lücken zielgenau — ohne den Gesamtstoffwechsel zu überlasten. Wichtig dabei: Qualität vor Quantität, und immer auf das Gleichgewicht zwischen den Elementen achten.

Die wichtigsten Mineralstoffe und Spurenelemente

Diese vier Spurenelemente sind bei deutschen Pferden besonders häufig im Mangel:

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Zink (Zn)

Funktion: Hufqualität, Wundheilung, Immunabwehr, Fellzustand

Mangel: Brüchige Hufe, schlechte Wundheilung, stumpfes Fell, Hautprobleme

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Selen (Se)

Funktion: Muskelschutz, Schilddrüse, Immunsystem, Antioxidans

Mangel: Muskelschwäche, Weißmuskelkrankheit bei Fohlen, Immunschwäche

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Kupfer (Cu)

Funktion: Knochenstoffwechsel, Fellpigmentierung, Bindegewebe

Mangel: Aufgehelltes Fell (besonders um Augen und Nüstern), Gelenkschwäche

Mangan (Mn)

Funktion: Knorpelaufbau, Knochen, Fruchtbarkeit, Kohlenhydratstoffwechsel

Mangel: Gelenkprobleme, Fruchtbarkeitsstörungen, verlangsamtes Wachstum

Anzeichen für Mineralstoffmangel beim Pferd

Der Körper eines Pferdes gibt deutliche Signale, wenn etwas fehlt. Achten Sie auf diese Anzeichen — oft sind mehrere gleichzeitig vorhanden:

1

Stumpfes, glanzloses Fell

Eines der häufigsten und deutlichsten Zeichen. Zink- und Selenmangel sind die häufigsten Ursachen.

2

Brüchige, rissige Hufe

Zink ist entscheidend für die Hornqualität. Brüchige Hufe, schlechte Verbindung zwischen Hufwand und Sohle.

3

Verfärbtes oder aufgehelltes Fell

Besonders auffällig bei Pferden mit dunklem Grundton: Aufhellen um Augen und Nüstern deutet auf Kupfermangel hin.

4

Nachlassende Leistungsbereitschaft

Selenmangel führt zu Muskelschwäche und verminderter Ausdauer — oft wird das als "Unlust" fehlgedeutet.

5

Schlechte Wundheilung

Kleine Verletzungen brauchen ungewöhnlich lange, um zu heilen — Hinweis auf Zink- oder Kupfermangel.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Mineralfutter ist nicht gleich Mineralfutter. Der Markt ist überschwemmt mit Produkten — von günstigem Leckstein bis zu komplexen Mineralgemischen. Worauf kommt es wirklich an?

  • Biologische Verfügbarkeit: Organisch gebundene Spurenelemente (Chelate) werden vom Pferdekörper deutlich besser aufgenommen als anorganische Verbindungen (Sulfate, Oxide). Achten Sie auf "Aminosäure-Chelate" in der Deklaration.
  • Ausgewogenes Verhältnis: Zink, Kupfer, Mangan und Selen müssen im richtigen Verhältnis vorliegen. Zu viel Zink blockiert z. B. die Kupferaufnahme — eine gute Mineralformel berücksichtigt diese Wechselwirkungen.
  • Angepasst an die Grundration: Was das Pferd über Heu, Weide und Kraftfutter schon aufnimmt, muss berücksichtigt werden. Eine Heuwertanalyse oder ein Fütterungscheck durch einen Experten ist der Goldstandard.
  • Keine unnötigen Füllstoffe: Melasse, Getreide und Stärke haben in einem Mineralfutter nichts zu suchen — besonders bei stoffwechselempfindlichen Pferden (EMS, Cushing).

Das mineralische Gleichgewicht — der Schlüssel zur Pferdegesundheit

Der entscheidende Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Mineralversorgung liegt nicht nur in den Mengen, sondern im Gleichgewicht. Mineralstoffe sind keine Einzelkämpfer — sie wirken im Verbund und beeinflussen sich gegenseitig.

Genau das ist das Herzstück des REiCO-Konzepts: Das mineralische Gleichgewicht. REiCO Vital-Systeme für Pferde wurden so entwickelt, dass die Mineralstoffe und Spurenelemente in einem optimalen Verhältnis zueinander stehen — abgestimmt auf die typischen Defizite in deutschen Böden und die besonderen Anforderungen des Pferdeorganismus.

Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr Pferd aktuell versorgt ist und was konkret ergänzt werden sollte, stehe ich Ihnen für eine kostenlose Futterberatung zur Verfügung.

„Viele Pferdebesitzer sind überrascht, wie deutlich sich Fell, Hufe und Stimmung verbessern, wenn die Mineralversorgung erst mal stimmt. Das sind keine dramatischen Therapien — das ist einfach gute Grundversorgung."

— Andreas Nootz

Häufige Fragen

Braucht jedes Pferd ein Mineralfutter-Supplement?
In den meisten Fällen ja. Heu und Weide allein decken den Mineralstoffbedarf von Pferden in der Regel nicht ausreichend. Besonders Selen, Jod und Zink sind in europäischen Böden häufig unterdurchschnittlich vorhanden — und damit auch im Gras und Heu.
Kann ich meinem Pferd zu viel Mineralfutter geben?
Ja, Überdosierungen sind möglich und können schädlich sein — insbesondere bei Selen und Kupfer. Deshalb ist eine fundierte Beratung wichtig. Die Gabe sollte auf den individuellen Bedarf des Pferdes, seine Haltungsform und die Grundfutterzusammensetzung abgestimmt sein.
Was ist der Unterschied zwischen Mineralfutter und Ergänzungsfutter?
Mineralfutter enthält ausschließlich Mineralstoffe und Spurenelemente (manchmal ergänzt durch Vitamine). Ergänzungsfutter ist ein Oberbegriff für verschiedene Zusatzprodukte — darunter auch Mineralfutter, aber auch Kräuter, Proteinpellets oder spezielle Futterergänzungen für einzelne Organe oder Leistungsbereiche.
Wie lange dauert es, bis ein Mineralstoffmangel sichtbar behoben ist?
Das hängt vom Schweregrad des Mangels ab. Erste Verbesserungen bei Fell und Verhalten zeigen sich oft nach 4–8 Wochen. Hufqualität verbessert sich langsamer, da Huf in Monaten wächst — spürbare Veränderungen sind dort oft erst nach 3–6 Monaten zu sehen.

Fragen zur Mineralversorgung Ihres Pferdes?

Ich helfe Ihnen gerne — kostenlos und persönlich. Gemeinsam finden wir das passende Mineralfutter für Ihr Pferd.

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